Behandlungs­monochorde


Das Behandlungsmonochord vereint in einzigartiger Weise zwei Sinneswahrnehmungen; die Akustik und die Resonanz als vibroakustische Klangerfahrung. Der obertonreiche Klang des Monochordes wirkt sinnlich anregend und entspannend. Durch die Berührung im Liegen oder Sitzen mit dem Instrument wird die Schwingung der Saiten körperlich spür- und erlebbar. Die Evidenz der therapeutischen Wirksamkeit der Arbeit mit dem Behandlungsmonochord wurde in einer klinischen Studie von Bossert und Marz 2012 nachgewiesen.

Das Behandlungsmonochord wurde 1989 von Joachim Marz entwickelt und findet seit dieser Zeit sehr grosses Interesse und Verbreitung in der therapeutischen Arbeit. Andere gebräuchliche Namen sind Liegemonochord, Klangliege oder Klangtisch. Ein Körperresonanzinstrument wie das Behandlungsmonochord ermöglicht eine therapeutische Arbeit mit Tiefenentspannung, sowie intensive seelische und körperliche Sinnes- und Selbsterfahrung.

Anwendungs­felder

Das Behandlungsmonochord ist ein hochwertiges Therapieinstrument und zugleich ein stabiler Arbeitstisch für unterschiedliche Therapieverfahren der Begleitung von Menschen. Das Behandlungsmonochord findet in den verschiedenen Arbeitsfeldern der Musiktherapie, der Klangtherapie, der Heilpädagogik und der körperorientierten Therapien Verwendung. Das Behandlungsmonochord wird zudem in den Arbeitsfeldern der Psychiatrie, der neurologischen Musiktherapie, der Medizin, der psychosomatischen Behandlung z.B. bei Depressionen, Unruhezuständen und Schmerzen, in der Geburtsvorbereitung und der basalen Stimulation bei Menschen mit einer Behinderung eingesetzt.

Arbeit mit Berührung, Massage, Körperwahrnehmung, Entspannungsverfahren, Stimme und Atem u.v.m. lässt sich mit dem Behandlungsmonochord sehr gut kombinieren.

Spiel und Stimmung

Das Behandlungsmonochord wird sehr bequem und entspannt im Sitzen für den Klienten gespielt. Der Spieler streicht über die 55 auf der Unterseite angebrachten Saiten. Diese sind je zur Hälfte auf einen tiefen Grundton und der darüber liegenden Quinte gestimmt (andere Stimmungen sind selbstverständlich auch möglich).

Material und Konstruktion

Das Behandlungsmonochord wird aus heimischen Hölzern wie Ahorn, Buche, Eiche und Esche gebaut und mit biologischen Ölen und Wachsen behandelt. Der Instrumentenkörper des Behandlungsmonochordes ist halbrund, wodurch eine grosse Resonanzschwingung entsteht was den Klang verstärkt und langanhaltend nachklingen lässt. Das Klangspektrum ist wohlklingend und sehr vielschichtig. Es reicht von physisch spürbaren Bässen bis hin zu einem grossen Obertonspektrum.

Die Konstruktion ist sehr stabil und bis 150 kg belastbar und bietet dadurch Sicherheit für den darauf liegenden Klienten. Das Instrument lässt sich ganz einfach mit nur vier Handgriffen zwischen Füssen und Körper trennen und kann somit leicht transportiert werden. Es lässt sich auch ohne Füsse am Boden aufstellen und spielen. Geeignet für Menschen, welchen der Transfer auf das Instrument schwerfällt. Das Instrument ist auf Langlebigkeit hin gebaut und auch bei wechselnden klimatischen Bedingungen äusserst stimmstabil.